
Giftwirkung bei Androctonus australis(Dickschwanzskorpion)
Skorpiontoxine enthalten sehr viele Grundsubstanzen, wobei die Zusammensetzung der zahlreichen Substanzen sehr kompliziert und artspezifisch ist. Symptome nach einem Stich sind schwache bis sehr starke Schmerzen, eine lokale Schwellung, manchmal mit einem Taubheitsgefühl, und Bläschenbildung.
Als allgemeine Krankheitszeichen kann es zu Übelkeit und Erbrechen, Bauchkrämpfen und Schweißausbruch kommen, was sich besonders bei Kindern in heftiger
Form zeigen kann. Bei potenten Giften treten zusätzlich noch Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und im schlimmsten Fall Atemstillstand und Kreislaufversagen ein
Stiche mit kardialer
und zentralnervöser
Symptomatik
| 1. Tragen Sie immer halbhohe Schuhe oder Stiefel, wenn Sie im Veld oder im Busch unterwegs sind. Gehen Sie nie barfuß in Gebieten, wo Schlangen vorkommen! Tragen Sie immer lange, feste Hosen im Busch und keine Shorts. Mehr als 60% aller Schlangenbisse erfolgen an den Unterschenkeln oder Füßen. |
| 2. Fassen Sie niemals eine Schlange an! Auch keine angeblich tote Schlange. Das Totstellen ist bei vielen Schlangen nur eine Überlebensstrategie, wenn sie keine Chance mehr zur Flucht haben. |
| 3. Wenn Sie plötzlich einer Schlange gegenüber stehen, bleiben Sie ruhig und bewegen Sie sich nicht. Fast alle Schlangen werden flüchten. Anderenfalls gehen Sie langsam zurück. Machen Sie keine schnellen und hektischen Bewegungen, denn das reizt Schlangen zum Zubeißen. Schmeißen Sie auf keinen Fall Steine oder Stöcke in Richtung der Schlange. |
| 4. Achten Sie auf Ihre Umgebung. Pflanzen, die am Haus hochranken, bieten Ratten und Mäusen Unterschlupf, und dies sind die bevorzugten Beutetiere der Schlangen. Drehen Sie keine größeren Steine oder Baumstümpfe im Gelände um. Stochern Sie in keinen Erdhöhlen, Felsnischen, Holzhaufen oder Baumlöchern. Alles dies sind bevorzugte Schlangenplätze. |
| 5. Machen Sie sich mit den Lebensgewohnheiten von Schlangen vertraut. Vor und während der Häutung sind Schlangen sehr aggressiv. Besuchen Sie Schlangenparks, um später Giftschlangen besser erkennen zu können, und um sich über die örtlichen Schlangenarten zu informieren. Fragen Sie auch hier, was im Notfall zu tun ist. Sollten Sie jemals gebissen werden, dann kann das genaue Bestimmen der Giftschlange überlebenswichtig für den Serumeinsatz sein. |
| 6. Wenn Sie im Busch übernachten, lassen Sie keine Sachen am Boden liegen. Kleidung und Schuhe lagern Sie im Zelt oder Wagen. Klettern Sie nicht in Bäumen, Höhlen oder Abfallgruben herum und schlagen Sie nicht mit Stöcken in das Gebüsch, um Schlangen zu vertreiben. Man weiß bereits, daß sie da sind. |
| 7. Erkundigen Sie sich, wo Schlangenantiserum erhältlich ist. Notieren Sie sich entsprechende Telefonnummern und Adressen. Wer längere Zeit in unbewohnte Gebiete reisen will, sollte sich eine Saugpumpe und entsprechende Seren mitnehmen. Lassen Sie sich von ortsansässigen Spezialisten beraten und vorher in den Gebrauch genauestens einweisen. Serum-Präparate müssen immer kühl bei +2 bis +10 Grad gelagert werden und sind nur begrenzt haltbar. |
| 8. Die beste Vorbeugung ist entsprechende Kleidung und ein ausreichender Sicherheitsabstand zu allen Schlangen. Bringen Sie sich und ihre Mitreisenden nicht durch unüberlegte Handlungen in Gefahr. Afrika ist nicht Europa. Krankenhäuser sind oft weit entfernt. Wildtiere sind keine Haustiere. Schon gar nicht Schlangen. |