

Die Griechische Landschildkröte ist eine kleine bis mittelgroße Landschildkröte mit einem starren Bauchpanzer, der auch bei Weibchen kein Scharnier vor den Hinterbeinen aufweist. Der Rückenpanzer ist mäßig hoch gewölbt. Er verbreitert sich meist etwas zum Schwanzende hin und wirkt deshalb in der Aufsicht oval bis leicht trapezförmig. Wie bei den meisten Schildkröten wird die aus Knochenplatten bestehende Panzerkapsel von dünnen Hornschilden bedeckt, wobei das sog. Schwanzschild bei meist geteilt ist. Die Grundfärbung des Panzers ist gelb bis oliv mit einer dunklen Fleckung, die individuell und verschieden stark ausgeprägt ist. Jungtiere schlüpfen mit einer deutlichen und kontrastreichen Zeichnung des Panzers aus dem Ei. Bei älteren Tieren wird die Färbung und Zeichnung zunehmend. Kopf und Vorderbeine besitzen kleine bis mittelgroße Schuppen, die Vorderbeine haben meist fünf Krallen. Die Hinterextremitäten haben stets vier Krallen weist bei beiden Geschlechtern am Schwanzende einen Hornnagel auf. Die Grundfarbe von Kopf und Extremitäten ist gelblich bis braun, beide sind hell und dunkel geschuppt. Die Griechische Landschildkröte besiedelt große Teile des europäischen Mittelmeerraumes. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Spanien (Katalonien) über Südfrankreich, Italien, Kroatien, Serbien/Mazedonien, Albanien, Griechenland, Bulgarien, Rumänien bis in den europäischen Teil der Türkei. Außerdem sind zahlreiche Inseln im Mittelmeer besiedelt. Aufgenommen wird eine Vielzahl von ein- und mehrjährigen Pflanzen aus einem breiten Spektrum von Pflanzenfamilien. Nahrungsvorlieben sind dabei deutlich feststellbar. So machten bei einer Untersuchung in Korsika nur neun Pflanzenarten den Hauptnahrungsanteil von 62% aus. Das sind, in der Reihenfolge der Beliebtheit, Vertreter von , Hülsenfrüchtler, Hahnenfußgewächsen, Aronstabgewächsen, Glockenblumengewächsen , Windengewächsen und Rötegewächsen.Überwiegend (ca. 70%) werden die Blätter der Pflanzen gefressen, aber auch Blüten, Früchte und in geringem Maße Stängel. Darüber hinaus wurden die Tiere beim Aufnehmen von Wirbellosen (z.B. Gehäuseschnecken), Aas und Kot von Wirbeltieren und kleinen Steinchen beobachtet. Aromatisch duftende Pflanzen wie Lavendel und Thymian werden nicht gefressen. Zur artgerechten Haltung benötigt man ein großes, vollsonniges Freigehege im Garten mit einigen Schattenplätzen unter Büschen und freiem Zugang zu einem heizbaren Frühbeet/Gewächshaus für kalte Nächte bzw. für Schlechtwetterperioden. Die Ernährung muss sparsam mit rohfaserreichen Wiesenkräutern, z.B. Löwenzahn und Gänsedisteln,Klee, Acker- oder Zaunwinde und vielen weiteren Wildkräutern erfolgen. Für täglich frisches Trinkwasser und ausreichende Kalkzufuhr für ein gesundes Panzerwachstum ist ebenfalls zu sorgen, z.B. durch gestoßene Eierschalen, Sepia.