Der Stachelschwanzwaran
Varanus acanthurus gehört mit seiner Gesamtlänge von 60 – 70 cm und einer Kopf- Rumpflänge von ca. 25 cm zu den mittelgroßen australischen Waranarten.Ein braunes Netzmuster mit mittelgroßen gelben Punkten oder Linien überzieht seinen Rücken.Der Kopf ist braun mit gelben Linien oder Flecken.Der Schwanz ist gelb- braun geringelt. Die Kopfschuppen sind klein und glatt. Die Nasenlöcher sind seitlich angeordnet und sitzen etwa mittig zwischen Augen und Schnauzenspitze.Die männlichen Tiere besitzen am Schwanzansatz seitlich angeordnete Postanalschuppen.Der Stachelschwanzwaran kommt im West-, Nord- und Zentralaustralien sowie auf einigen der Nordküste Vorgelagerten Inseln vor.Er bevorzugt Gebiete mit kleinen, verstreut liegenden Felsansammlungen, zwischen die er sich bei Gefahr zurückziehen kann.Dort kann er sich mit seinem stacheligen Schwanz verkeilen und ist so für Raubtiere nicht mehr erreichbar.Der Stachelschwanzwaran ist die in Deutschland sicherlich am meisten gepflegte Waranart.Da es sich beim Stachelschwanzwaran um einen Bodenbewohnenden Waran handelt, sollte das Terrarium eine möglichst große Bodenfläche aufweisen.Bei der Gestaltung sollte die Rückwand als Klettermöglichkeit mit einbezogen werden. Dies kann man durch eine terrassenförmige Dekoration mit Steinen leicht erreichen.Als Bodengrund wählt man am besten Sand, der an einer Stelle feucht gehalten werden sollte.Eine Höhle mit feuchtem Moos ausgepolstert dient als Unterschlupf und wird oft auch zur Eiablage genutzt.Durch das feuchte Moos ist gewährleistet, das der Waran ausreichend Feuchtigkeit aufnimmt. Häutungsprobleme können so vermieden werden.Das Futter für Varanus acanthurus sollte aus Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Schaben und nestjungen Mäusen bestehen.Zur ausreichenden Versorgung mit und Vitaminen sind die Futtertiere mit einem Mineralstoffpulver zu bestäuben.Die Temperatur im Terrarium sollte 30- 32 °C betragen mit einer nächtlichen Absenkung auf ca. 20- 25 °C.Mit der Beleuchtung sollte man nicht sparen, hier empfiehlt sich ein Mischung auf Neon- und HQL- Lampen.Beleuchtungsdauer ca. 10- 12 Stunden.Im Terrarium müssen Plätze geschaffen werden an denen die Tiere die Möglichkeit haben sich je nach Bedarf zu sonnen, bzw. sich abzukühlen.Eine Dekoration mit lebenden Pflanzen ist nicht zu empfehlen da der Stachelschwanzwaran nicht gerade rücksichtsvoll damit umgeht.Hier eignet sich eine Begrünung mit künstlichen Pflanzen.Dieser Waran sollte paarweise gepflegt werden, auch eine kleine Gruppe von einem Männchen und zwei bis drei Weibchen ist möglich, wobei hier während der Paarungszeit Rivalitäten zwischen den Weibchen auftreten können.Zwei Männchen sollten niemals in einem Terrarium gepflegt werden.Nach einer Winterruhe von 4 – 8 Wochen ( bei der die Tiere getrennt sein sollten) erhöht man wieder langsam die Beleuchtungsdauer sowie die Temperatur und setzt die Tiere wieder zusammen.Die Tiere sollten dann wieder anfangen zu fressen.Die Paarungsstimmung der Warane erkennt man daran dass das Männchen das Weibchen ständig züngelnd verfolgt. Jetzt ist es besser die Tiere nicht unnötig zu stören, da der Stachelschwanwaran während der Paarungszeit aggressiv werden kann. Sollte das Weibchen sehr verletzt werden müssen die Tiere unverzüglich getrennt werden.Etwa 4 Wochen nach erfolgreicher Paarung nimmt die Leibesfülle des Weibchens langsam zu.Das Gelege umfasst etwa 5 – 18 Eier. Die Eier werden bei einerTemperatur zwischen 27 – 30 °C in Vermiculit inkubiert. Nach ungefähr 120 Tagen schlüpfen dann die Jungtiere, die eine Gesamtlänge von ca. 12 cm haben.
