
Tokeh (Gecko Gecko)
Der Tokeh kommt in Nordost-Indien; Bangladesh, Burma, Thailand, Indochina, Südchina, Malaysia, Malaiischer Archipel, Indonesien, Philippinen, Sulu-Archipel und östlicher Indo-Australischer Archipel. Die Geckos erreichen eine Gesamtlänge von bis zu 35 cm. Sie sind blaugrau bis braungrau gefärbt und mit zahlreichen tiefblauen und orangeroten Flecken bedeckt. Kleine vieleckige Schuppen schützen den mächtigen Kopf. Die Körperoberseite bedecken kleine Körnchenschuppen, in die Reihen von großen Höckerschuppen eingelagert sind. Von den Weibchen unterscheiden sich die Männchen durch das Vorhandensein einer winkelig angeordneten Reihe von 10 bis 24 Präanalporen. Vor allem bei Jungtieren ist der Schwanz dunkelblau und weiß gebändert. Die dunklen Bänder sind dabei breiter als die hellen. Ursprünglich lebten die Tokees in tropischen Regenwäldern. Heute finden wir sie als Kulturfolger auch in und an den Behausungen des Menschen. Ihre charakteristischen Lautäußerungen („Tok-kee-, Tok-kee-Rufe") haben zum Namen dieses wehrhaften Geckos geführt. Anhand der Lautäußerungen finden die Männchen und Weibchen zueinander. Die Rufe beginnen mit Lauten, die an ein Hühnergegacker erinnern und enden mit glucksenden Tönen. Um eine Zuchtgruppe von einem Männchen und 1 bis 3 Weibchen halten zu können, benötigt man ein hohes, etwa 80 x 50 x 100 cm großes Terrarium. Lediglich widerstandsfähige, kräftige Pflanzen, wie Croton, Sanseverien, Hoya und ähnliches sind als Dekoration geeignet. Als Bodengrund empfiehlt sich ein Gemisch aus Sand und Blumenerde. Kräftige Äste und ein oder zwei stabil angebrachte Korkeichen-Röhren genügen als Einrichtung. Die Rückwand kann man mit Rindenstücken oder Kork verkleiden. Die Temperaturen müssen tagsüber zwischen 27 und 33'C aufweisen, nachts 22 bis 25'C. Unter einem Strahler muss eine Temperatur von etwa 40'C herrschen. Zeitweise niedrigere Temperaturen von etwa 24 bis 27'C vertragen die Tiere gut. Bei Temperaturen unter 20'C pflanzen sich die Geckos jedoch nicht mehr fort RAU (1984) behandelte ein erkältetes Weibchen erfolgreich, indem er die Mundhöhle des Tieres mit einem in jodhaltigen Nasen-Rachen-Tropfen getränkten Wattebausch auspinselte. Zusätzlich erhielt das Tier in Multibionta-Tropfen gewälzte Mehlwürmer und genas bereits nach etwa einer Woche.Um die relative Luftfeuchtigkeit tagsüber bei 50 bis 60 % zu halten, muss man täglich ein- bis zweimal sprühen. Nachts muss die Luftfeuchtigkeit auf 80 bis 90 % steigen.Gefressen werden die üblichen Gliedertiere, aber auch nestjunge Mäuse. In zu kleinen Terrarien verweigern die Echsen die Nahrungsaufnahme.Die Geckos züchtete man schon mehrfach im Terrarium nach. Mehrmals im Jahr kleben die Weibchen zwei hartschalige Eier bevorzugt an dunkle, warme Stellen, oft einfach an die Rückwand. Da die Eier miteinander verklebt sind und auch fest an der Unterlage haften, kann man sie kaum in einen Brutapparat übertragen, sondern nur wenn die Unterlage loszulösen ist. Sonst schützt man das Gelege durch einen kleinen Drahtkäfig. Die Weibchen bewachen und verteidigen ihre Gelege und die später schlüpfenden Jungen. Die Eier entwickeln sich bis zum Schlupf der 8 bis 10 cm langen Jungtiere innerhalb von 100 bis 182 Tagen.Die Aufzucht der mit schwarz-weißen Fleckenbändern versehenen Jungtiere muss vorsichtshalber in einem eigenen AufzuchtTerrarium erfolgen. Sie ist unproblematisch, und schon nach einem Jahr können die Jungen fast ausgewachsen und kurze Zeit später geschlechtsreif sein, sofern man sie ausreichend und abwechslungsreich füttert.
Wehe wenn er in die Finger Beißt
